Wenn man die Insel erkunden will, so bietet es sich an ein Auto zu mieten, da
man bei den billigen Veranstaltern die Rundreisen per Flugblatt oder großen
Plakatierungen an der Straße anbieten oft mit Verkaufsveranstaltungen
übers Ohr gehauen wird. Für teures Geld bieten auch die Reiseveranstalter
Inselrundfahrten an, die natürlich sehr informativ sind. Das Straßennetz
ist sehr gut ausgebaut und auch gut beschildert.
In ca. 2,5 Std. fährt man vom Süden zur nördlichsten Spitze der Insel
nach Formentor. Dort führt eine kurvenreiche
Strecke durch die Sierra del Norte, bis man den Leuchtturm auf der Halbinsel
Formentor erreicht. Die bizarren Felsmassive begeistern mich immer wieder.
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Auf diesem Bild ist der Leuchtturm zu sehen. Ein toller Ausblick auf die Westküste
wird einem hier oben geboten....
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.... man sieht auf die sehr bizarren Felsen der Westküste die auch
die Costa Brava von Mallorca genannt wird.
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Dies ist für mich einer der schönsten Aussichtsplätze mit dem Blick auf Formentor.
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Fährt man nun von Formentor zurück zur Küste, so kommt man durch den Ort Porto Pollença
und weiter an der Küste entlang zur Bucht von Alcúdia.
Puerto Pollença und Pollença sind ein Ausflug auf der Rückfahrt wert.
Pollença kann bis in die Römerzeit zurückverfolgt werden, denn die Doppelbogenbrücke
über den Torrent de Sant Jordi zählt als Relikt aus dieser Zeit. Die beste Zeit durch diese
Stadt mit ihren vielen kleinen Einkaufsläden zu bummeln, ist zu den Öffnungszeiten und nicht zur
Mittagszeit, denn dann wirkt die Stadt wie ausgestorben. Viele Restaurants laden zum
Einkehren ein und am Sonntag gibt es einen Gemüsemarkt auf der Plaça.
Bei Pollença gibt es viele Sehenwürdigkeiten, so z.B. die Kirche, das frühere
Dominikanerkloster in dem Sommerkonzerte stattfinden, der Kalvarienberg den man zu Fuß
nach ca. 300 m aufwärts erreicht. Dort führen einige Stufen zur Kapelle von der aus man
in ca. 170 m Höhe, einen herrlichen Blick auf die Häuser der Stadt, die riesigen Obstgärten
die sich in Richtung Meer ausstrecken und die Bucht hat.
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Blick von der Passstraße von Formentor auf die Bucht von Pollença
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Bevor man die Stufen erklimmt kann man das Museu Martí Vicenç zur Rechten erkennen,
in dem zahlreiche Sammlungen mallorquinischer Keramik und Webmuster, sowie
Werken des Künstlers Martí Vicenç zu besichtigen sind.
Ebenfalls ein "Muß" sollte der Besuch des Klosterberges sein. Man kann in ca. 30 Minuten zu Fuß
hinauf gehen oder 2/3 mit dem Auto die steile Passstraße hinauf fahren und den Rest zu Fuß gehen.
Für Biker ist diese Strecke ebenfalls geeignet. Oben erwartet sie eine burgähnliche
Anlage.
Ob der Weg zur Burgruine des Castell del Rei, der im Privatbesitz ist wieder geöffnet
ist, weiß ich leider nicht.
Alcúdia ist die älteste Stadt Mallorcas (Gründung 123 v. Chr. als römische Siedlung Pollentia)
nur 1 km landeinwärts nicht zu verwechseln mit Port Alcúdia. Dieser Ort ist trotz der
Nähe der gleichnamigen Urlaubshochburg im Ursprung erhalten und man findet fast nur Tagestouristen
die sich die normalalterliche Stadt mit ihrem wunderschönen Stadttor ansehen. Das Stadttor mit
der dicken Stadtmauer blieb teilweise erhalten oder wurde wieder neu restauriert.
Für eine Besichtigung lohnt sich die Kirche Sant Jaume, wenn die Türen nicht verschlossen sind.
Sie ist in die Stadtmauer an der Durchgangsstraße integriert dies ist eine seltene Kombination
aus Gotik im Hauptschiff und Barock der Kuppel in der Seitenkapelle. Die Altäre und
Skulpturen sind reichlich geschmückt.
Im archäologischen Museum sieht man viele interessante Fundstücke. Die Ausgrabungsstätten
z.B. des Amphietheaters sind etwas nüchtern.
Sehenswert ist auch die nostalgische Stierkampfarena. Dort finden nur noch im Sommer
unblutige Stierkämpfe mit Jungstieren statt.
Daneben liegt Port Alcúdia mit seinem sehr schön angelegten Hafen.
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Der Hafen von Port Alcúdia
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Nun gibt es drei Möglichkeiten entweder man fährt an der Küste entlang in Richtung
S'Illot, die andere Möglichkeit wäre über das Landesinnere oder an der Nordküste entlang,
beides mal nach Sóller.
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Der fantastische Blick auf die Straße von Sa Calobra, die nach Sóller führt.
Wer sich nicht getraut diese Serpentinen zu fahren, muss diese Fahrt mit einem
der zahlreichen Busse vornehmen, denen man auf dieser Strecke begegnet.
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Nach dieser teils kriminellen Abfahrt in Sóller angekommen, lohnt es sich den
Fußmarsch zum Torrent de Pareis zu machen. Über einen Weg entlang der Felsen,
der durchzwei dunkle Durchbrüche führt, wird einem ein Blick geboten, wie in
einem Fjordgenannt Torrent de Pareis hoch im Norden Europas. Dies ist ein
Felseinschnitt, der wenn es regnet das Wasser aus den Bergen ins Meer führt.
Was mir besonders auffällt, vor ca. 10 - 15 Jahren war hier immer noch Süßwasser
zu finden, doch in den letzten Jahren ist dies fast versiegt, ein Zeichen dafür,
dass das Trinkwasser auf Mallorca immer weniger wird.
Immer mehr ist es auch ein Ausflugsziel geworden und je nach Saison ist der
Steinstrand total überlaufen von Touristen, die dorthin mit Schiffen gekarrt werden.
Also man kann nicht damit rechnen eine ruhige Ecke zu finden.
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Auf dem Weg zum Torrent de Pareis fasziniert das smaragdgrüne Wasser der Westküste.
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Ein Blick in den Torrent de Pareis.
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Es gibt nun zwei Möglichkeiten entweder man fährt weiter an der Westküste entlang oder man fährt
in Richtung Valledemosa. Fährt man die Westküste entlang, so bietet sich der Anblick
einer unendlichen Felsküste. Entschließt man sich mit dem Zug zu fahren so fährt man
durch das Tal von Sóller, dies wird auch Huerta (Obstgarten) de Sóller genannt,
die steil aufragenden Gipfel der Sierra Tramuntana. Im Jahre 1912 wurde eine Eisenbahnstrecke
nach Palma eingeweiht und die holprige Serpentinenstraße wurde durch eine
schmale Straße ersetzt.
Es empfiehlt sich diese Strecke tatsächlich mit dem Zug von Palma aus zu fahren, denn der sog. "Zitronenexpress" führt einen durch malerische Gegenden der Insel.
Auf dem Weg in Richtung Palma kann man einen Abstecher ins Kloster Valldemosa machen.
Dieser Ausflug lohnt sich immer, auch wenn dieser Ort wie so viele andere in den
Haupturlaubszeiten total überlaufen ist.
Dass in diesem Kartäuser-Kloster Frédéric Chopin und George Sand den
bekannten Winter auf Mallorca (1838/39) verbrachten. Chopin war damals mit einer
schweren Lungenkrankheit nach Mallorca gekommen und hatte gehofft die milde Luft
bringe seinem Leiden Linderung. Von Chopin befinden sich einige Partituren, sowie
eine Locke und ein Gipsabdruck seiner schon gebrechlichen Hand im Klostermuseum.
Zahlreiche alte Bücher begeistern ebenfalls in der Kartäuser-Bücherei, ebenso
wie die noch vollständig erhaltene Apotheke der Mönche. Man hat eine wundervolle Aussicht
auf das Tal von den Terrassen des Klosters Valldemossa.
Die Lederstadt Inca liegt etwa auf halber Strecke zwischen Palma und Alcúdia. Inca zählt
auf Mallorca mit ca. 25.000 Einwohnern bereits als Großstadt. Der Markt sowie auch
die Lederfabriken lohnen sich nicht extra einen Ausflug dorthin zu machen. Wenn man
gerade durch den Ort fährt, kann man anhalten und einen kurzen Zwischenstop einlegen.
Die Lederfabriken verkaufen die Ware nicht günstiger als in allen anderen Geschäften
der Urlaubsorte.
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